Montag, 21 of Mai of 2012

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Hakuna Matata…and when Matata comes, it goes away!

Meine Abenteuerreise in den Norden Kenias begann am 23. April . Frueh morgens kamen Simon, Jana, Charlotte und ich in nairobi an, wo wir uns sogleich auf den Weg nach Nakuru machten. Dort angekommen suchten wir uns zunaechst eine Unterkunft und spazierten schnschliessend ein wenig durch die Stadt. Abends trafen wir dann auf Lucy und Franzi, die in Nakuru ihre Reise durch den Westen Kenias beendeten. Am naechsten Tag hiess es dann auch schon wieder “Kwa heri Nakuru” und “Kwa heri Franzi”, denn wir wollten weiter zum Lake Baringo und Franzi musste zurueck in ihr Projekt.

Nach wenigen Stunden kamen wir dann am Lake Baringo, im Kampi ya Samaki (Fischcamp), an. Es handelte sich dabei um ein sehr beschauliches, ruhiges Doerfchen und nachdem wir ein Guest House mit Froeschen im Bad und vielen Grillen gefunden hatten, machten wir uns auf den Weg zum See. bereits nach einer Minute am Ufer des Sees begegnete uns das erste Krokodil und wir stellten uns die Frage, ob eine Bootstour wirklich eine so gute Idee sei. Letztendlich entschieden wir uns natuerlich fuer die Bootstour , vor allem da unser  netter und engagierter “Kapitaen” uns versicherte, dass es am Lake Baringo nur freundliche Krokodile gibt ;) . Die Fahrt war dann auch wirklich sehr schoen und wir konnten sogar beobachten, wie unser “Kapitaen” einen Seeadler und ein Krokodil (Sissi) mit Fisch fuetterte. Ausserdem machten wir eine Pause auf einer kleinen Insel und machten uns dann bei etwas staerkeren Wellengang auf den Weg, zurueck zum Ufer. Dort angekommen versuchten wir vergeblich eine Mitfahrgelegenheit nach Maralal zu finden, sodass wir uns gezwungen sahen am naechsten Tag zunaechst wieder zurueck nach Nakuru zu fahren und es von dort aus zu probieren. Gelohnt hat es sich dank der Bootstour aber trotzdem und wir konnten abends sogar noch ein wenig Fisch essen und bekamen von einer Frau einen schoenen Ratschlag, der nun diesem Artikel als Ueberschrift dient (dt.: Keine Probleme…und wenn die Probleme kommen, gehen sie wieder!).

Am 25. April machten wir uns dann frueh morgens (6 Uhr) auf den Weg zurueck nach Nakuru, wo wir sogar sofort ein Matatu nachMaralal erhaschten. Die Fahrt war ziemlich lang , da wir noch ueber Nyahururu fuhren und die Strassen immer schlechter wurden. Nun ging es damit los, dass wir mehrere Stunden durch die Savanne fuhren, ohne auf eine Siedlung oder eine Menschenseele zu treffen. Wir hatten auf jeden fall schon einmal viel Spass und konnten uns daran gewoehnen die Koepfe einzuziehen und uns gut festzuhalten um blaue Flecken zu vermeiden. In Maralal angekommen (bekannt aus “Die weisse Maasai”) folgte die uebliche Prozedur (Unterkunftssuche) und wir sahen uns die sehr interessante Stadt an. Hier war auch die letzte Moeglichkeit fuer uns Geld abzuheben und auch oeffentliche Verkehrsmittel sollten von nun an rar werden bzw. uns ueberhaupt nicht mehr zur Verfuegung stehen. Was unsere Freizeitgestaltung betrifft besuchten wir das oertliche “Hard Rock Cafe” mit leckeren Mandazi, aber leider ohne T-Shirts ;) . Am naechsten Morgen, dem 26. April, waren wir wieder frueh morgens auf den Beinen und hielten jeden Landrover und Truck an, der uns ins Auge sprang, um eine Mitfahrgelegenheit in Richtung Lake Turkana zu finden. Nach zahlreichen Misserfolgen uns vielen hilfsbereiten Kenianeren, die viel versprechen und eigentlich keine Ahnung haben, entschieden wir uns dann doch noch fuer einen Bus, der uns nach Baragoi bringen sollte. Die merkwuerdigen Mzungus liessen zudem nicht locker, bis sie letztendlich auf dem Dach des Busses mitfahren durften. Das war vielleicht ein Spass! Auf den ganzen Gepaeckstuecken war es dann auch recht gemuetlich und die Aussicht war einfach grandios. Wir warteten vergeblich auf den Anfang der Wueste und fuhren Berge hinauf und blickten in das vollkommen gruene Tal. Das Tal war von vielen Bergen umgeben und fast im Nebel verschwunden. Um unsere Sicherheit mussten wir uns auch nicht sorgen, denn direkt neben uns sass ein Soldat mit seinem Maschinengewehr und an den angeblich gefaehrlichen Stellen gab es sogar Wachposten. Da stellten wir uns allerdings die Frage, warum die Diebe hier so dumm sind und die Passanten immer an der gleichen Stelle ueberfallen. Auf jeden Fall haetten wir an diesem Tag unser geld noch nicht in Socken, BH etc. verstecken muessen, rechneten wir doch schon fast damit waehrend unserer Reise einmal ueberfallen zu werden. nachdem wir noch ein kleines Samburu Dorf passiert hatten, kamen wir dann nachmittags in Baragoi an. Dort trafen wir auch auf den Pastor “Big Fish”, der ungefragt zu unserem Fremdenfuehrer mutierte und uns mit seinem nicht endenden Redeschwall fast in den Wahnsinn trieb. So erfuhren wir zumindest, dass er nach 5 Jahren Drogenvergangeneheit letztendlich zu Gott gefunden hatte und nun jedem Menschen seine Hilfe anbot, ob dieser wollte oder nicht. An dieser Stelle muss ich hinzufuegen, dass wir fast in jeder Stadt automatisch einen solchen Guide hatten, der uns ueberall hin folgte und nicht verstand, dass wir uns in den kleinen Orten gerade so noch selbst zurechtfinden koennen. Oftmals versuchten sie auch sich von uns bezahlen zu lassen und wir hatten zudem ein interessantes Erlebnis mit einem anderen Guide aus Baragoi, der mit uns den ganzen Abend lang in einem Hoteli am Tisch sass, kein Wort mit uns wechselte und sich zum Schluss sein Bier von uns bezahlen lassen wollte. Dieser Traum platzte fuer ihn dann jedoch ziemlich schnekll ;) .

Am 27. April verbrachten wir dann den ganzen Tag damit auf eine weitere Mitfahrgelegenheit zu warten. Die Zeit vertrieben wir uns damit Karten zu spielen oder zu lesen. dabei waren wir die ganze zeit ueber von ca. 20 Samurus umringt. Ob jung oder alt, alle beobachten uns neugierig und waren anscheinend von den kartenspielenden Mzungus sehr fasziniert. Eine aeltere Frau meinte dann auch noch ihren Vater auf einem Bild in Janas Reisefuehrer zu erkennen (”Baba yangu!”), was zur allgemeinen Erheiterung beitrug. Eine weitere beobachtung unsererseits betraf die Freizeitgestaltung der Samburu. Die meissten sassen einfach den ganzen Tag, genau wie wir, an der Strasse, hatten die Ruhe weg und machten absolut nichts. Viel zum Leben brauchen sie anscheinend nicht und koennen sich wahrscheinlich groesstenteils selbst versorgen, oder werden von Verwandten aus groesseren Staedten unterstuetzt. Anders kann ich mir nicht vorstellen wie sie ihre Familien ernaehren…

Am Nachmittag hat es dann ploetzlich angefangen zu schuetten und wir stellten uns schon auf eine weitere Nacht in Baragoi ein, als dann doch noch ein landrover kam, der uns nach South Horr mitnehmen wollte. Die Fahrt wurde aufgrund der vorherigen Regenfaelle ein wenig herausgezoegert, da ein anderes Fahrzeug im Flussbett steckengeblieben war und nun alle versuchten das Gefaehrt aus der misslichen Lage zu befreien. Letztendlich fuhren wir jedoch doch los, ohne das fahrzeug befreit zu haben und konnten wieder einmal die atemberaubende Landschaft bestaunen. Die endlose weite ist einfach immer wieder beeindruckend, vor allem wenn dann urploetzlich riesige Berge aus der kahlen Savanne herausragen. Waehrend der Fahrt trafen wir zudem auf einen Lkw, dem das benzin ausgegangen war und dem wir leider auch nicht weiterhelfen konnten :D . Bei Dunkelheit kamen wir dann spaeter in South Horr an, eine Siedlung  von der wir sofort sehr beeindruckt waren. Um dorthin zu gelangen hatten wir zuvor grosse, ausgetrocknete Flussbetten durchquert und befanden uns nun in einem kleinen gruenen Tal, welches von felsigen Bergen umgeben war, deren Spitzen in den Wolken hingen. Es sah sehr mystisch aus und erinnerte mich ein wenig an “Herr der Ringe” oder auch “Avatar”. Unser Guest House war dann sehr urig und nachdem Simon Charlottes Mitbewohner, einen kleinen Skorpion, getoetet hatte , konnten wir auch alle beruhigt schlafen.

Der 28. April stand wieder ganz im Sinne des Wartens. Die Zeit vertrieben wir uns damit das einseitige Essen (Chapati und Chai) zu verfluchen, ein wenig herumzulaufen, Karten zu spielen und Lucy von ihren Rastazoepfen zu erloesen. letztendlich stellte sich heraus, dass unsere Bekanntschaft mit “Big Fish” aus Baragoi doch recht vorteilhaft fuer uns war. Spaet abends kam er mit einem Truck und wir hatten die Moeglichkeit nach Loiyangalani, zum Lake Turkana, mitzufahren. Wir kletterten also in der Dunkelheit auf den Truck und machten es uns auf den Eisenstangen und der Lkw Plane so gut es ging gemuetlich, krallten uns irgendwio fest und schon ging es los. Es war meine erste Fahrt mitten auf dem dach eines Lkws und ein grosser Spass, den ich nicht missen moechte. Staendig mussten wir befuerchten mit dem Truck im Matsch steckenzubleiben oder uns vor herabhaengenden, dornigen Aesten in Sicherheit bringen. Irgendwann wurde mir jedoch kalt und ich war muede, sodass ich hinabauf die Ladeflaeche kletterte und es mir auf ein paar Saecken gemuetlich machte und ein wenig schlief. Um ca. 3 Uhr nachts wurde ich dann von “Big Fish” geweckt, wir waren in Loiyangalani angekommen. Dort war es ziemlich warm und trotz der Dukelheit konnte man ueberall den sandigen Boden und Palmen erkennen. Um ca. 4 Uhr fielen wir dann alle in einem Camp in unsere Betten. Wir schliefen in Huetten, die aus Palmenblaettern bestanden und der Boden war aufgrund des Regens leider recht matschig. Auch sonst war das Camp recht dreckig, sodass wir uns am naechsten Morgen auf die Suche nach einer anderen Unterkunft machten. Die Rhino Womens Group hatte 4 Huetten, ebenfalls aus Palmenblaettern und wir waren sofort begeistert. Die Huetten waren wirklich sehr gemuetlich und es war vor allem sehr viel sauberer, trockener und guenstiger! Die Turkana Frauen waren zudem aeusserst nett und sehr bemueht. Es gab dort sogar eine “Dusche von oben” und eine Loch- Toilette, die ebenfalls von Palmenblaettern umgeben waren. Zunaechst statteten wir dann dem “Cold Drinks Hotel” einen Besuch ab, um unseren Magen zu fuellen. Die Beschreibung des Reisefuehrers traf auf dieses Hoteli dann auch ziemlich gut zu. Es gab dort wohl das beste Essen in Loiyangalani (Pancakes und Eier!!!), wenn auch etwas einseitig (Reis mit Bohnen) und war fuer kenianische Verhaeltnisse ziemlich teuer. Zudem taeuscht der name gewaltig, denn kalte Getraenke gibt es nur gegenueber ;) . Den Rest des Tages verbrachten wir damit durch die beeindruckende Steinwueste zum Lake Turkana zu laufen. Dabei folgte uns die ganze Zeit ein Turkana Maedchen, die aber leider nicht mit uns sprach bzw. uns wahrscheinlich einfach nicht verstand. Eigentlich sollte es am Lake auch die groesste Krokodil- Population Kenias geben, aber wir haben waehrend unseres Aufenthalts kein einziges Krokodil entdecken koennen. Unser Umweg zum Lake Baringo hat sich also im Nachhinein also noch mehr gelohnt.

Am naechsten Tag wollten wir dann eigentlich mit einem Boot zum South Island National Park  uebersetzen, allerdings war dies letztendlich aufgrund der stuermischen See nicht moeglich. Zunaechst wollten wir noch mit Motorraedern nach El Molo fahren, um dort zumindest eine kleine Bootstour zu machen. Als wir dann jedoch erfuhren, dass man fuer das kleine Dorf Eintritt bezahlen muss war es uns dann doch nicht wert. Stattdessen verbrachten wir den Tag wieder mit Lesen und Kartenspielen und wir hatten die Moeglichkeit die Turkana ein wenig zu beobachten. Im Norden tragen wirklich alle Staemme noch ihre traditionelle Tracht und die Samburu und Turkana sehen wirklich wunderschoen aus. Die Maasai wirken eher blass dagegen. Ihre Kleidung besteht aus vielen bunten Tuechern (Khangas), die Maenner tragen Huete mit federn die an Tiroler erinnern und die Frauen haben in der Mitte des Kopfes geflochtene Zoepfe, waehrend die seiten kahl geschoren sind. Ausserdem tragen sie sehr viel Schmuck wie Halsketten, Armbaender und Ohrringe. An den Ohrringen kann man sogar erkennen, ob die Frauen verheiratet sind oder nicht. Waehrend die Singles nur normale Ohrringe tragen, haben die Verheirateten noch einen zweiten Ring innerhalb des Ohrringes.

Am 30. April setzten wir uns dann wieder an die Strasse und warteten auf eine Mitfahrgelegenheit nach Marsabit, um uns langsam wieder in Richtung Nairobi zu begeben. Dieses Mal hatten wir sofort Erfolg und ein Truckfahrer versprach uns, uns am Nachmittag mitzunehmen. Sicherheitshalber verbrachten wir denVormittag aber trotzdem direkt vor dem Truck und vertrieben uns die Zeit wie ueblich. Nach einiger Zeit bekamen wir ploetzlich Zuwachs von zwei anderen deutschen Freiwilligen, Sabeth und Niklas. Die Beiden sind fuer ein halbes Jahr in Mombasa stationiert und verfolgten die gleiche Reiseroute wie wir. Allerdings steckten sie nun in einer etwas ungluecklichen Lage, denn sie hatten kein Geld mehr und hatten zuvor nicht gewusst, dass es nach Maralal keine Moeglichkeit mehr gibt Geld abzuheben. So schlossen sich die Beiden uns gezwungener Massen an und liehen sich von uns das Geld um nach Marsabit zu kommen. Um 16 Uhr ging es dann endlich los. Kaum war ich auf den Truck geklettert fuhren wir auch schon, ohne Ruecksicht auf Verluste, los und ich konnte mich gerade noch so festklammern. Aufgrund der, diesmal sehr hohen, Geschwindigkeit und der schlechten Wege (Steinwueste!!!) war es aber wieder ein grosser Spass und vor allem eine sehr staubige Angelegenheit. Wir hatten dort oben eine tolle Sicht auf den Lake Turkana und als wir auf einen liegengebliebenen Truck stiessen nutzten Simon und Niklas die Gelegenheit zu einem kleinen Bad im See. Ansonsten konnten wir wieder die unglaubliche Weite geniessen und stiessen immer wieder auf kleine Siedlungen die wieder aus Palmenblaettern und Plastik bestanden. Was an der Reise von Nakuru bis Marsabit besonders interessant war, war die sich staendig veraendernde Landschaft. Feuchtsavanne, Trockensavanne, Dornsavanne, Steppe, Sand- und Steinwueste – alles war dabei. Auf dem Weg nach Marsabit begegneten wir zudem auch wieder vielen kleinen Tieren wie zum Beispiel Hasen und Dik Diks, die wir leider auch manchmal ueberfuhren :( . Die Fahrt wurde fuer die Nacht dann jedoch noch in Kargi unterbrochen und waehrend Jana und Lucy sich im Guest House einquartierten, verbrachten Simon, Niklas, Sabeth, Charlotte und ich die Nacht im Truck. Ich machte es mir mal wieder so gut wie moeglich auf 2 Saecken gemuetlich und versuchte zu schlafen. Um Mitternacht, ich hatte noch kein Auge zugemacht, fing es dann leicht an zu regnen. Nachdem Charlotte und ich vergeblich versucht hatten, die anderen davon zu ueberzeugen, die grosse Plane ueber den Truck zu spannen hoerte es dann tatsaechlich auch wieder auf und ich konnte etwas schlafen. Um ca. 2 Uhr nachts fing es dann allerdings wieder an etwas heftiger zu regnen und es war durch den Wind sehr kuehl geworden. Ich trug nur einen langen Rock und ein duennes Top und suchte mir zunaechst erstmal mein Fleece und meine Regenjacke aus meinem Rucksack heraus. Danach half ich den anderen dabei letztendlich doch noch die Plane ueber dem Truck zu spannen. Dabei hatten wir netterweise Hilfe von ein paar Kenianern, die uns wohl die ganze Nacht ueber beobachtet haben :D . Nach dieser Aktion konnte ich dann endlich wieder schlafen und wir wurden erst um 6 Uhr morgens wieder von den Arbeitern geweckt. Charlotte, Sabeth, Simon und ich machten uns dann zunaechst auf die Suche nach einem Hoteli und einer Toilette. Als wir zurueckkamen sahen wir den Truck mit unserem gepaeck und Niklas nur noch davon fahren. So hiess es erstmal ziemlich geraedert warten und in Ruhe fruehstuecken. Um kurz vor 11 Uhr (eigentlich hiess es 8 Uhr) kam der Truck dann endlich wieder. Er war zwischenzeitlich mit Sand beladen worden und es ging mit ca. 40 anderen Turkanern auf, Richtung Marsabit. Ganz oben auf dem Dach war die rasante Fahrt noch recht angenehm, aber bald musste ich mit den anderen in die Ladeflaeche klettern, wo wir den Rest der Fahrt im sand durch die Gegend purzelten und ab und zu leise Schmerzensschreie von uns gaben und viel Zeit zum jammern hatten ;) .

Vollkommen verdreckt kletterten wir in Marsabit, der gruenen Oase inmitten der Wueste, aus dem Truck und begaben uns mal wieder auf Unterkunftssuche. Wir entschieden uns diesmal fuer das wohl widerlichste  “Guest House” aller Zeiten, aber immerhin hatte ich die Moeglichkeit mich mit Hilfe einer Schale Wasser von dem ganzen Dreck zu befreien. Eine wunderschoene braune Suppe tropfte aus meinen Haaren… Genug Zimmer fuer uns 7 Personen hatten sie leider auch nicht, sodass ich mir mit Lucy ein Bett teilte. Zu dem Zeitpunkt war mir aber auch alles egal, ich wollte nur Wasser, einen Schlafplatz und etwas zum Essen. Wir erkundeten dann noch ein wenig die Stadt, wurden auf dem Marktplatz, als Jana und Lucy Fotos machen wollten, mit Obstschalen beworfen und assen seit langem mal wieder richtig leckere Spaghetti mit Tomatensauce :D .

Die folgende Nacht war dann nicht so berauschend. Da es sich beim Guest House eher um eine Bar mit Schlafmoeglichkeiten handelte, war es sehr laut. Das Bett war fuer Lucy und mich einfach zu schmal und zu allem Ueberfluss bekam ich auch noch Schuettelfrost. Zunaechst dachte ich noch ich habe mich einfach ein wenig verkuehlt, aber im Laufe der Nacht hatte ich dann wirklich alle Symptome, die auf Malaria scliessen lassen. Lucy hat dann ein wenig Krankenschwester gespielt und dank ihrer Tablette konnte ich auch noch ein paar Stunden schlafen, bis um 6 Uhr morgens wieder der Wecker klingelte. Eigentlich wollten wir uns auf den Weg nach Isiolo machen, aber wir suchten dann doch zunaechst das oertliche Krankenhaus auf. Da wir so frueh aufgestanden waren, erreichten wir das Krankenhaus schon vor 7 Uhr, wo wir allerdings auf keinen Arzt trafen. man sagte uns, dass gerade die Nachtschicht vorbei sei und die naechste Schicht erst um 8 Uhr beginnen wuerde, so hiess es also mal wieder warten und ich stellte mir die Frage, was eigentlich in Kenia passiert, wenn man einen Herzinfakt hat und dringend einen Arzt benoetigt. Im Notfall waer man in Marsabit auf jeden Fall ziemlich aufgeschmissen.

Um 8 Uhr durfte ich dann zumindest schon einmal die Krankenhausgebuehr bezahlen (weniger als 50 Cent), ohne ueberhaupt mit jemanden gesprochen zu haben. Mit der Quittung wurde ich dann in ein Buero geschickt, wo eine Aerztin (?) dann eine Art Krankenschein fuer mich ausfuellte und mich fuer einen Bluttest zum Labor schickte. Dort angekommen wurde ich jedoch zunaechst wieder weggeschickt, da ich den Bluttest erst bezahlen musste (wieder ca. 50 Cent). Mit dieser Quittung in den Haenden durfte ich dann endlich gepiekst werden und nach ca. 20 Minuten Wartezeit wurde ich mit einem neuen Zettel zurueck ins Buero geschickt. Dort wurde mir dann mitgeteilt, dass ich Malaria haette und Lucy besorgte mir nebenan ein paar Medikamente.

Nach dieser Prozedur suchten wir uns dann ein neues Guest Houseund ich verbrachte den ganzen Tag im Bett. Die Medikamente schlugen allerdings sehr schnell an, sodass wir am naechsten Morgen problemlos mit dem Bus nach Isiolo aufbrachen. Aufgrund der Strassenverhaeltnisse und meinem noch nicht ganz fitten Gesundheitszustand war der erste Teil der Fahrt eine ziemliche Tortur. Nach der Mittagspause, gluecklicherweise hatte ich keinen Appetit, kamen wir nach langer Zeit endlich wieder auf eine geteerte Strasse und der Rest der Fahrt war sehr viel angenehmer.

In Isiolo verbrachten wir dann nur eine Nacht und machten uns am naechsten Tag auf dem Weg nach Nairobi. Nachdem wir uns von Lucy, die direkt nach Embu fuhr und Sabeth und Niklas, die noch ein bisschen in Isiolo bleiben wollten, verabschiedet hatten, stiegen wir das erste Mal nach langer Zeit mal wieder in ein Matatu. In Nairobi angekommen mussten Simon und ich uns leider noch von Charlotte und Jana verabschieden, die nach Mombasa aufbrachen und Simon und ich machten uns auf den Weg zurueck nach Tania.

Zusammenfassend war diese Reise wohl die abenteuerlichste, die ich in Kenia gemacht habe und ich moechte sie definitiv nicht missen! Ausserdem kann ich, was Malaria angeht, jetzt endlich mitsprechen und ich fand es eigentlcih ziemlich harmlos, da die Medikamente wirklich schnell anschlagen. Nur bloed das ich eigentlcih extra Malaria- Prophylaxe dabei hatte :D Ich hatte sie zwar nur unregelmaessig genommen, aber vielleicht war es deshalb auch nicht so schlimm. Des Weiteren ist der Norden definitiv nicht so gefaehrlich wie alle sagen oder wir haben einfach ziemlich viel Glueck gehabt ;) .


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Europafeeling in Mombasa

Vom 16. bis zum 22. April habe ich ein weiteres Mal die schoene Kuestenstadt Mombasa besucht.

Dieses Mal fuhr ich jedoch nicht ueber Nacht mit dem Bus, sondern nutzte den Zug, von welchem Charlotte und Jana so geschwaermt hatten. Ich muss sagen, die Beiden waren zurecht so begeistert. Die Wagons erinnerten mich sehr an alte Spielfilme , denn sie machten einen recht antiken Eindruck. Ich hatte ein Ticket fuer die 2. Klasse mit einem Schlafplatz und Fruehstueck fuer ca. 20 Euro. Das Abteil erinnerte mich sehr an ein U-Boot, auf jeden Fall gab es links und rechts jeweils eine Stockbettkoje und am Fenster befand sich ein kleiner Tisch, den man als Waschbecken umfunktionieren konnte.

Ich war als erste im Abteil, sodass ich mir gleich die untere rechte Koje sicherte. Im Nachhinein waere es aber sicherlich auch lustig geworden ganz oben zu schlafen, denn dort gab es noch die Moeglichkeit ein netz aufzuspannen, um sich vor dem Herausfallen waehrend der Fahrt zu schuetzen. Ein paar Minuten spaeter machte ich dann die Bekanntschaft mit meiner einzigen Mitbewohnerin. Die britische Studentin Jodi (20) war fuer 2 Wochen aufgrund ihres naturwissenschaftlichen Studiums in Kenia gewesen und verlaengerte nun, zusammen mit Mitstudent Jacob, ihren Kenia Aufenthalt fuer eine Woche, um Mombasa noch einen Besuch abzustatten. Mit Jodi hatte ich auf jeden Fall eine nette Mitreisende gefunden und ich fuehlte mich sogleich sicherer, hatte ich doch im Vorfeld Bedenken gehabt, ob es so klug ist als Frau alleine mit dem Zug zu reisen.

Um ca. 19 Uhr ging es dann los und der zug setzte sich holpernd in Bewegung. Bald wurde mir auch klar, warum die Fahrt 15 Stunden dauern sollte, bei dem Tempo haette ich wahrscheinlich mit dem fahrrad nebenher fahren koennen ;) . Lustig war es auf jeden Fall und vor allem die Nacht war ein Erlebnis. Trotz der staendigen Ruckeleien habe ich sehr gut geschlafen und der hatte zu meiner Ueberraschung sogar Wasser aus der Leitung und Strom.

Am naechsten Morgen bin ich dann recht zeitig aufgewacht, sodass ich noch ca. 3 Stunden den Kopf aus dem Fenster stecken und die Landschaft bewundern konnte. Tiere gab es zwar leider nicht zu sehen, obwohl wir ein Stueckchen durch den Tsavo National Park fuhren, aber landschaftlich hat es sich trotzdem gelohnt. Manchmal kamen wir auch an kleinen Doerfern vorbei und wir wurden von winkenden Kindern in Empfang genommen. Ein paar Mitreisende haben ihnen sogar Kekse und andere Leckereien zugeworfen, was anscheinend keine Seltenheit ist. Das Fruehstueck im Zug war auch ziemlich gut und sehr britisch, die Kolonialzeit laesst gruessen. Es gab Ei, Bohnen, Wuerstchen, Toast und einen leckeren Obstsalat. An dieser Stelle meinen Respekt an die Zugbegleiter, die trotz der holprigen Fahrt nicht ein einziges Mal Tee oder Kaffee verschuettet haben. Da hatten die Passagiere beim Trinken groessere Probleme ;) .

In Mombasa angekommen verabschiedete ich mich dann von Jodi und Jacob und machte mich mit dem Tuk- Tuk auf den Weg zu Jana und Charlotte, die mich wieder herzlich bei sich aufnahmen. Dort erfuhr ich dann auch, dass Anne und Hannah, zwei VIA- Freiwillige aus Kisumu, ebenfalls in Mombasa waren. Am Nachmittag wollten wir dann gemeinsam einen Wasserpark besuchen. Diese Aktion leitete dann auch unsere “Europawoche” ein, denn innerhalb dieser Tage vergass ich fast mich in Kenia zu befinden. Wir besuchten nicht nur den Wasserpark mit seinen 11 Rutschen, assen auch Doener (fuer mich das erste Mal), Pizza, gingen abends in eine Disco und gleich zweimal ins Kino. Das erste Mal genossen wir den Klassiker “Titanic” in 3D und das andere Mal gab es “American Reunion”, eine etwas flache Komoedie.

Ansonsten schlenderte ich die restlichen Tage durch die Stadt, in die ich mich so verliebt habe. ich besuchte die Altstadt mit dem Museum “Fort Jesus”, stoeberte durch die Maerkte und pluenderte ein letztes Mal den Perlenladen, wo man sich alle Materialien besorgen kann, um selbst Schmuck herzustellen. das klingt vielleicht merkwuerdig, aber ich war kein einziges Mal im Meer baden. Irgendwie hatte ich keine Lust und bei dem Wasser kann man auch leider von keiner Abkuehlung sprechen, da bevorzuge ich wohl doch eher die Nordsee. nachdem ich dann am Wochenende dem “Mamba Village” einen Besuch abgestattet hatte, wo ich sehr viele Krokodile, Schlangen, Fische und Spinnen beobachten konnte, ging es dann am Sonntag abend mit Simon, Jana und Charlotte mit dem Nachtbus nach Nairobi, um uns dann spaeter mit Lucy in Nakuru zu treffen, wo unsere Reise in den Norden Kenias beginnen sollte. Eigentlich hatte ich ja vor gehabt nur ein paar Tage in Mombasa zu bleiben und dafuer noch nach Lamu zu reisen, allerdings aenderte ich meine Plaene, da ich wir frueher in den Norden aufbrachen als eigentlich geplant. Ausserdem war es mit den anderen viel zu schoen und lustig, sodass ich nicht die geringste Lust verspuerte mich wieder allein auf Reisen zu begeben. Vielleicht schaffe ich es ja auch trotzdem noch kurz nach Lamu, Charlotte und Jana wurden das naechste Mal sogar mitkommen, dann waere es auf jeden Fall spassiger :) .


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Nanyuki

Vom 10. bis zum 12. April stattete ich Nanyuki einen Besuch ab.

Meine erste kleine Reis, die ich in Kenia ganz allein absolviert ;-) . Nach ca. 4 Stunden Fahrt von Embu aus kam ich kurz vor 17 Uhr in Nanyuki an und schaffte es relativ schnell mich von einigen nervigen und aufdringlichen Kenianern loszureissen und in das naechste Guest House zu fluechten, welches fuer die naechsten 2 Naechte meine Herberge sein sollte. Die Zimmer hattenwaren alle nach afrikanischen laendern benannt und ich naechtigte passender Weise in “Somalia”. War aber eigentlich ganz angenehm ;-) . Da ich allein nicht unbedingt in der Dunkelheit herumlaufen wollte ass ich gleich nebenan eine Kleinigkeit zu Abend und zog mich dann nach Somalia zurueck, wo ich dann noch ausgiebig mit meiner Mutter telefonierte und versuchte den naechsten Tag zu organisieren. am Mittwoch besorgte mir der Hotel Besitzer dann einen Fahrer, der mit mir zum Sweetwaters Park fuhr. Wie ich leider feststellen musste sind solche safaris auch noch als Resident teuer, aber man goennt sich ja sonst nichts…..

Das Gelaende des Parks ist sehr gross und darf aufgrund der zahlreichen, teilweise gefaehrlichen, Tiere nicht zu Fuss oder mit dem Rad betreten werden. Gesehen habe ich dann sehr viele verschieden Vogelarten, Antilopen, Gazellen, Bueffel, Gnus, Wildschweine, Giraffen, Zebras und Affen. Ausserdem gab es in einem Teil des Parks viele Schimpansen. Diese waren noch durch einen Zaun von den Besuchern getrennt, da sie aus privaten Haushalten gerettet worden waren und teilweise agressives Verhalten aufzeigten. Zum Beispiel versuchte ein Schimpanse uns mit Stoeckern abzuwerfen und er versuchte den Zaun kaputt zu schlagen. zunaechst dachte ich es sei ihnen zur belustigung der Besucher antrainiert worden, aber nachdem ich etwas empoert nachgeferagt hatte wurde ich gluecklicherweise eines Besseren belehrt :) .  Das “Klangholzkonzert” war auf jeden Fall sehr gelungen und ich habe dort sehr viel ueber Schimpansen gelernt…..wirklichintelligente und lustige Tiere! Teilweise hatte ich das Gefuehl sie beobachten unsbesucher ganau so, wie wir sie. Was Nilpferde und Elefanten angeht hatte ich dann leider ein wenig Pech. Mir gelang es nur ein Nilpferd zu erspaehen, was aber auch nicht weiter schlimm war, da ich von ihnen ja schon am Lake Naivasha genug gesehen hatte. Einen Elefanten sah ich dann GOTT SEI DANK noch kurz bevor wir den park wieder verliessen. Wegen Elefanten war ich eigentlich nach nanyuki gefahren und es waere schon sehr aergerlich gewesen wenn ich dann nichtmal einen gesehebn haette. dafuer war es ein wirklich wunderschoener Elefant und jetzt weiss ich wieder warum ich diese Tiere so mag :) . Die sind auch echt schnell, urploetzlich kam er aus dem Unterholz neben der Strasse, blieb dann direkt vor dem auto ein bis zwei Minuten stehen und verschwand dann wieder im Unterholz. Ansonsten entdeckte ich auch noch ein Nashorn im Unterholz und es gab noch ein “Gehege” mit einem blinden Nashorn, welches ich sogar fuettern durfte xD.

Auf dem Rueckweg fuhren wir dann am Mt. kenya vorbei der gluecklicherweise nicht von Wolken umgeben war, sodass ich eine klare Sicht auf ihn hatte und wir ueberquerten zudem noch den Equator. Ob sich das Wasser im Abfluss nun wirklich anders herum dreht habe ich leider vergessen zu testen, aber Wikipedia hat mir gesagt, dass dieses Phaenomen nur mit physikalischer Hilfe moeglich ist ???? Nanyuki hat sich auf jeden Fall gelohnt auch wenn es schoener ist mit anderen zusammen zu reisen ;) .

Naja das wars erstmal von Nanyuki. bald gehts dann weiter mit Mombasa und der Abenteuerreise durch den Norden Kenias :)


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Ostern in Embu

Am 7. April bin ich nach Embu aufgebrochen um mit Lucy, einer VIA-Freiwilligen vor Ort, Ostern zu verbringen. Die Fahrt dauerte von Nairobi aus ca. 2 Stunden und ich kam kurz nach 2 in Embu an, wo ich mich mit Lucy an einem Supermarkt verabredet hatte. nachdem wir uns gefunden hatten goennte ich mir noch ein kleines Mittagessen und dann machten wir uns auf den Weg zu Lucys Projekt, das St. Stephans Childrens Home. Lucy wohnt, genau wie ich, direkt im Projekt. In ihrem Fall handelt es sich dabei aber viel mehr um ein Kinderheim mit einer kleinen Nursery School. Zudem hat sie auf dem Gelaende ihre eigene kleine Wohnung und kann sich selbst verpflegen, Das projekt empfand ich als sehr schoen und vor allem gepflegt. Man hat auf jeden Fall gemerkt, dass ihrem projekt durch die Kirche und mehrere Sponsoren, sehr viel mehr Geld zur Verfuegung steht als Tania. Sie haben dort zwar nur eine kleine Farm, aber dafuer gibt es dort einen Computerraum, eine Buecherrei, Klassenraeume fuer die Nursery School, einen grossen Speisesaal, eine grosse Halle die u.a als Kirche verwendet wird, mehrere Wonungen fuer die Mitarbeiter und eine Kueche. Embu an sich hat mich sehr an Kisii oder auch Meru erinnert. Es ist sehr gruen, mit vielen Tee- und Kaffeepflanzen, sowie dem typischen roten Boden. Was mir an der Stadt u.a. gut gefallen hat war der grosse Markt, der mich sogar ein wenig an Mombasa erinnert hat. Es gibt dort viele Gewuerze, Obst, Gemuese und einen Kleidermarkt mit Nachthemden und ueppigen BHs ;) .

Am Samstag haben Lucy und ich dann mit den Kindern ihres Heimes ein paar gekochte Eier mit Wachsmalstiften bemalt, eine wirklich gute Idee von ihr, die auch recht gut gelang. Die Kinder hatten viel Spass und haben sich sehr gefreut, wobei die aktion auch ziemlich schnell wieder vorbei war.  Die kinder haben auch sofort verstanden, dass jeder nur ein Ei bekommt, welches er erst am naechsten Tag essen darf. In Tania haette die Aktion glaube ich mehr Chaos ausgeloest und wahrscheinlich haetten einige letztendlich kein Ei bekommen. Ihre Kinder sind da glaube ich doch ein wenig besser erzogen. Nach dem bemalen der Eier wollten wir diese eigentlich noch zusaetzlich mit Lebensmittelfarbe faerben, allerdings gingenbei unseren “Probe-Eiern”  dann die Verzierungen ab, sodass wir uns dagegen entschieden. Es waere viel zu schade um die schoenen verzierungen der Kinder gewesen. nur ein ei tanzte ein wenig aus der Reihe, ein Mitarbeiter hatte sein Ei doch tatsaechlich mit einem Hakenkreuz verziert. Die genauere bedeutung dieses Zeichens hat er wohl nicht so ganz verstanden. nachdem wir noch ein wenig mit den Kindern gespielt hatten gingen wir dann zu Lucy und wir hatten zum Abendessen einen sehr leckeren Obstsalat mit Joghurt und sahen uns den Film “Into the Wild” an, von dem alle Freiwilligen schwaermen. Mir hat der Film auch gut gefallen  und es war ein sehr schoener Abend. Da bekommt man definitiv viel Lust auf neue Abenteuer und Reisen. Dann genoss ich nach 2 Wochen ohne fliessendes wasser in tania mal wieder eine richtige Dusche und wir machten es uns in Lucys Bett gemuetlich.

Am Ostersonntag gab es erstmal ein leckeres fruehstueck mit getoasteten !!!! Toast mit Honig und Chai. Nach dem Fruehstueck machten wir uns auf den Weg zur Kirche, wo wir ca. 3 Stunden lang kaum ein Wort verstanden und mir wieder einmal bewusst wurde , dass die kenianischen Gospel-Choere zwar echt schoen sind, aber auch hier viel Wert auf geld gelegt wird, Ca. 1 Stunde wurde sich nur damit beschaeftigt, dass man geld fuer eine neue Kirche und Stuehle sammeln wollte. Nacheinander wurden Mitglieder der Gemeinde aufgerufen, die dann ihre Spende zum Pastor brachten, der den betrag vor der ganzen gemeinde laut nannte und alle zum applaudieren aufrief. Das war schon etwas merkwuerdig. Nach dem Gottesdienst verbrachten wir dann noch ein wenig Zeit mit den Kindern und hatten anschliessend ganz leckeres Risotto zum Mittagessen. Vielleicht wundert Ihr euch, warum ich andauernd vom Essen berichte, was fuer Euch wahrscheinlich vollkommen uninteressant ist, aber fuer mich ist es immer ein kleines Highlight, wenn ich mal wieder ein wenig europaeische Kueche geniessen kann, die kenianische Kueche ist zwar auch lecker, aber leider nicht besonders abwechslungsreich. Nach dem Essen verteilten wir dann die Eier an die Kinder und machten noch ein paar Spiele mit ihnen, bei denen die kids Bonbons gewinnen konnten. Ich glaube ich sollte das auch einfuehren, dass sich die Kinder oeter Suessigkeiten verdienen muessen und sie nicht einfach so bekommen. Abends waren wir dann zu Hannah und Charlotte eingeladen worden, ebenfalls zwei VIA- Freiwillige aus Embu. Da Hannah besuch von ihren Eltern und ihrem Bruder hatte, waren wir zunaechst allein in ihrer Wohnung, Nach einer Nudelsuppe und ca. 3 Dr. House Folgen ;) kamen dann auch Charlotte, Hannah und ihr Bruder Lukas und wir hatten einen schoenen, gemuetlichen und vor allem langen Abend. Spaeter liessen wir uns dann mit dem Taxi nach Hause bringen.

Der naechste Tag begann fuers uns dann etwas spaeter um ca. 12 Uhr und wir hatten ein grandioses Osterfruehstueck mit Lucys traditionellen “Eierkampf”, Tomaten, Toast mit Honig , Chai und verdammt leckeren Passion Fruits :) . Nachmittags haben wir dann wieder etwas mit den Kindern gespielt, Musik gehoert und Armbaender aus Papier gebastelt. Ist total einfach und sieht verdammt gut aus :) Abends gab es dann leckere Bratkartoffeln mit Tomaten und dann wurde “Good Bye Lenin” und “American Beauty” geschaut. Also endlich mal wieder ein gemuetlicher Filmeabend, seit mein Laptop das zweite Mal den Geist aufgegeben hat.

Am Dienstag morgen ging ich vormittag noch mit Lucy in ihre Nursery Class. War ganz interessant und meiner Arbeit recht aehnlich. Schoen zu sehen, dass die Lehrer auch hier eher unmotiviert sind und die meisste Arbeit an uns haengen bleibt ;) . Aber so wird einem nicht so schnell langweilig und man hat viel Spass mit den Kids, sodass auch nicht so schnell Heimweh aufkommen kann. Um ca. 1 Uhr wurde ich von Lucy dann zur  naechsten Matatu Station gebracht und ich machte mich allein auf den Weg nach Nanyuki, wovon ich Euch spaeter berichten werde.


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Schuluniformen fuer Tania

Wie schon in den letzten Eintraegen erwaehnt moechten Simon und ich die Spendengelder dazu verwenden, neue Schuluniformen fuer die Kids zu kaufen. Dieses Projekt nimmt langsam aber sicher Gestalt an :)

In der Woche vom 26. Maerz hatten wir eine Liste erstellt mit den Namen der Kinder, die noch keine Schuluniform besitzen, oder eine neue benoetigen. Dabei sind wir auf 29 Maedchen und 44 Jungen gekomme, fuer die wir dann die individuellen Masse ermittelt haben. D.h wir sind 2 Tage mit dem Massband durch die Gegend gelaufen, wobei wir von der Hausmutter, Anti Purity, sehr unterstuetzt wurden. Ihre Hilfe war auch dringend notwendig, denn vom Schneidern haben Simon und ich leider nicht wirklich viel Ahnung. Hier in Kenia geht man eben nicht mal in den naechsten Shop und kauft 73 Uniformen ;) . Natuerlich haben wir gleich ein bisschen grosszuegiger gemessen, damit die Kinder etwas laenger davon haben.

Was fuer uns praktisch war, sind die Beziehungen der Kigundas zu einer befreundeten Schule in Karen (Stadtteil von Nairobi). In der “Mother Bertilla Vocational Training School” erhalten junge Frauen die Moeglichkeit eine Ausbildung als Sekretaerin, Koechin (Catering) oder Schneiderin zu absolvieren. An dieser Schule werden zudem Frauen unterstuetz die nicht die finanziellen Mittel haben regelmaessig Schulgebuehren bezahlen zu koennen und die aufgrund ihres KCPE Ergebnisses nicht ohne Weiteres eine weiterfuehrende Schule besuchen koennen. So sind zum Beispiel auch 3 Maedels aus Tania nach der 8. Klasse zu Mother Bertilla gekommen und ich hatte den Eindruck das sie dort auch sehr gluecklich sind.

Wir fanden die Idee gut, die Uniformen dort herstellen zu lassen, da wir so eine andere tolle Schule unterstuetzen koennen und die Maedels gleich ein bisschen mehr lernen. Zudem wurde uns ein Freundschaftspreis gemacht :) So bekommen wir 73 Uniformen, welche aus Hosen, Roecken, Pullovern und Blusen bestehen, fuer ca. 500 Euro.  So haben wir auch noch Geld uebrig um uns weiterhin um Fruechte zu kuemmern und es war uns ebenfalls moeglich fuer ca. 300 Euro 54 paar Schuhe zu kaufen. Diesmal etwas festere, als ich bereits Weihnachten von dem Geld meiner Grosseltern kaufen konnte.

Am 29. Maerz haben wir auch die Schule besucht, um alles genau zu besprechen und die Schule anzusehen und die Anzahlung zu machen. Die Schwestern dort sind sehr nett und die schule ist wunderschoen und sehr gepflegt. Es gibt 3 Schlafsaele fuer ca. 65 Schuelerinnen, zwei Kuechen, eine grosse Farm und mehrere Klassenraeume fuer die verschiedenen Bereiche, welche mit Computern, Naehmaschinen und anderen Hilfsmaterialien ausgestattet sind.

Bei den Uniformen haben wir uns uebrigens auch fuer die bessere Qualitaet entschieden, damit sie nicht so schnell kaputt gehen. Wenn alles so laeuft wie geplant, fangen die Schueler im Mai mit der Produktion an, da nun im April Osterferien sind und anfang Juni sollten die Kinder dann ausgestattet sein.

Ich werde Euch natuerlich ueber alles Weitere auf dem Laufenden halten und Simons Kamera entfuehren um ein paar Fotos zu machen, meine wurde mir leider letzte Woche in Kiserian  unbemerkt entwendet :( .

Bis dahin, frohe Osterfeiertage :) und vielen, vielen dank fuer Eure grossartige Unterstuetzung! Ohne Euch wuerden die Kinder weiterhin in zerrissenen Uniformen herumlaufen und Schuhe tragen, aus denen bereits die Zehen herausschauen und eigentlich gar keinen Schutz mehr bieten!


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Neues aus Tania…

Dann berichte ich auch mal wieder von meinem alltaeglichen Leben hier und nicht nur von den spannenden Reisen ;) . Wie ich ja bereits erwaehnt hatte gibt es seit einigen Wochen nun eine seperate 1. Klasse, welche in letzter Zeit fuer viel Wirbel gesorgt hat. Denn von der neuen Lehrerin hier sind die Kinder, milde ausgedrueckt, nicht besonders angetan. Staendig weinten die Kinder und kamen immer wieder in die Special Class zurueck und baten darum bleiben zu duerfen. Wie wir nach und nach mitbekamen ist die Ablehnung und Angst vor dieser Klasse bzw. Lehrerin auch nicht unbegruendet, denn sie ist sehr streng und schlaegt die Kinder. ich war bisher immer froh, dass Tania zu den Schulen gehoert, die wohl am wenigsten Gewalt anwenden, denn auch in Kenia ist das Schlagen von Kindern eigentlich verboten und Lehrer koennen hart bestraft werden. Simon und ich hatten bereits beide Gespraeche mit Lehrern und waren mit dem Ausgang eigentlich relativ zufrieden. Dieses Mal war die Situation aber etwas ernster und sogar die anderen Lehrer sahen ein, dass sie zu weit geht und fuehrten mehrere gespraeche mit ihr um eine Loesung zu finden. Zum Beispiel wollten sie sie in eine andere Klasse versetzen, allerdings hatten auch diese Kinder Angst vor ihr und weigerten sich in ihren Unterricht zu gehen. Zwei ehemalige Schueler der Special Class, Kim und Musembi, versuchten sogar mehrmals davonzulaufen und waren regelrecht hysterisch. Zudem hat Lehrer Rafael seine eigene Tochte aus der 1. Klasse genommen und in die 2. Klasse gebracht. Das war wirklich eine schwierige Situation und ich war teilweise den Traenen nahe. An Musembis angsterfuelltes verweintes Gesicht werde ich wohl noch oefter denken muessen. Mittlerweile hat sich das Ganze aber wieder ein wenig beruhigt, denn die Lehrin hat anscheinend ihre Unterrichtsmethoden noch einmal ueberdacht und ist nun ein wenig geduldiger und gibt sich mehr Muehe das die Kinder auch Spass am Unterricht haben. Zum Beispiel hat sie sich um Knete und Plakate gekuemmert und weggelaufen ist in letzter Zeit niemand mehr. Nun bin ich gespannt wie es weiter geht, schlagen tut sie sicherlich immer noch…zumindest wurde mir das bereits von vielen Kindern berichtet, aber wenigstens nicht mehr ganz so krass. Ich werde auf jeden Fall haeufig bei ihrer Klasse vorbeischauen, denn in meiner Gegenwart reissen sich die Lehrer immer ganz besonders am Riemen. Da die Kinder die Special Class am Liebsten gar nicht verlassen wuerden hat sich fuer mich auch noch etwas anderes geandert. Die Special Class soll zum naechsten Term nochmals gesplittet werden und ich bekomme meine eigene Baby Class mit den ganzen Kleinen. Ich bin gespannt wie das laeuft, denn die Kleinen sprechen eigentlich nur Kiswahili, was auf jeden Fall eine Herausforderung wird. Ausserdem vermiss ich jetzt schon meine Specials wie Makishui oder Macharia…aber imerhin bleibt mir Adonai erhalten, mein kleiner Chaot und ich seh die anderen ja trotzdem noch. ich hatte auch schon versucht einen nicht genutzten Klassenraum herzurichten, allerdings war dieses noch verschlossen. Dies hat auch sogleich zu einem kleinen Unfall gefuehrt, denn die Kids wollten mir unbedingt helfen und so hat Lewis versucht durch die Gitterstaebe des Fensters in den Raum zu gelangen um die Tuer von innen zu oeffnen. Natuerlich ist ihm das nicht gelungen und er ist mit dem Kopf zwischen den Gitterstaeben stecken geblieben. Letztendlich konnte ich in zusammen mit Lehrerin Lydia aber befreien und er muss dort nicht fuer den Rest seines Lebens verweilen, was ihm seine nette Klassenkameraden prophezeit hatten ;) . Kinder koennen manchmal so grausam sein, Lewis war definitiv nicht zum Lachen zu mute…

Ansonsten musste ich das Basteln der Rasseln erstmal auf Eis legen denn mein Vorrat an Luftballons ist aufgebraucht und ich wollte damit eigentlich die Enden der Toilettenpapierrolle verschliessen. Muss ich jetzt anders machen oder ich verwende die Rollen doch um eine Murmelbahn oder ein paar Puppen zu basteln. dafuer habe ich jetzt jedoch ein paar Malbuecher gekauft. Sind nicht sooo schoen aber ich war froh ueberhaupt welche gefunden zu haben. Dieses mal werde ich die Bilder aber auf jeden Fall vorher mehrmals kopieren, damit ich nicht andauernd neue kaufen muss. Des Weiteren werde ich wohl noch ein paar kenianische Schreibwarenhersteller um Sachspenden bitten, mal sehen ob ich erfolgreich bin. Ausserdem muss ich mich auf die Suche nach leeren Kartons begeben um ein paar Fuehlkaesten gestalten zu koennen. Da haben die Kinder bestimmt Spass dran. Auf jeden Fall war mein Vertauensspiel letzte Woche ein voller Erfolg. Ich habe den Kids die Augen verbunden und sie durch Tania gefuehrt. War ganz lustig, aber die Kinder muessen dabei auf jeden Fall gut beaufsichtigt werden, denn wenn sie sich gegenseitig fuehren sind sie nicht besonders ruecksichtsvoll und den taubstummen kann man auch schlecht mitteilen, dass gleich eine Treppe kommt.

Sonst ist eigentlich alles beim Alten, die naechste Woche werden Simon und ich uns zusammen mit der Hausmutter Anti und der Direktorin um neue Schuluniformen fuer die Kinder kuemmern, die wir von Spenden finanzieren werden. Ansonsten gibt es gerade ein paar Reperaturen an der Wasserpumpe, sodass wir momentan das Wasser vom Nachbarn holen muessen und ich befuerchte vor Dienstag (heute ist Samstag) wird das wohl auch nichts mehr. Ausserdem haben wir in letzter Zeit wieder viele Stromausfaelle. Woran das liegt weiss niemand, aber es gab Vermutungen das die Kinder den Strom abends irgendwie abstellen um nicht lernen zu muessen. Kann ich mir aber eigentlich nicht vorstellen. Jetzt muss ich immer zusehen, dass ich meinen ueberlebensnotwendigen Ipod und mein Handy immer tagsueber auflade damit ich abends noch Musik hoeren oder beim Licht der Lamoe meines Handys lesen kann. Vielleicht sollte ich auch langsam mal neue Batterien fuer meine Taschenlampe kaufen…Naja ich denke ich melde mich dann erst im Mai, nach den Ferien wieder. Bis dahin wuensch ich euch was ;)


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Crater Lake – Naivasha

Vom 16. bis zum 18. Maerz habe ich ein weiteres Mal nach Naivasha reisen koennen. Simon hatte Besuch von zwei Freunden aus Deutschland, Coco und Philipp, sodass es guenstig war ein weiteren Wochenendtrip in unseren Alltag einzuschieben. Da ich Freitag noch arbeiten musste, Simon hatte frei, brachen wir erst relativ spaet nach Nairobi auf und kamen dort  aufgrund des Verkehrs erst so gegen 19 Uhr an.Da die Fahrt nach Naivasha ca. 2 Stunden dauert haderten wir nun damit ob wir die erste Nacht nicht in Nairobi verbringen sollten oder trotz Dunkelheit und keiner festen Unterkunft nach Naivasha aufbrechen sollten. Letztendlich gingen wir das Risiko ein und machten uns auf den Weg nach Naivasha. Die ganzen Bedenken waren dann schliesslich auch unbegruendet, denn bei der Matatu Station gab es direkt ein Guest House wo wir die Nacht ueber bleiben konnten. Am naechsten Morgen machten wir uns dann auf den Weg zum YMCA, wo wir schon letztes Jahr (wie das klingt oO) genaechtigt hatten. Dort waren wir die einzigen Gaeste und hatten somit die Anlage fuer uns. Dieses Mal wollten wir uns den Crater Lake ansehen, einen immer noch aktiven Vulkan, da wir das das letzte Mal nicht mehr geschafft hatten. Da der Crater Lake ca.17 km vom YMCA entfernt ist mieteten wir uns ein paar Fahrraeder und machten uns auf den Weg. Wenn ich an diese Fahrraeder zurueckdenke , freue ich mich umso mehr auf mein Rad in Deutschland. Damit komme ich die Berge eindeutig besser hinauf! Die Strecke kann ich denke ich auch als eine Herausforderung bezeichen. Vor allem das letzte Stueck der “Strasse” erinnerte mich eher an einen grossen Sandkasten , was das vorwaertskommen sehr erschwerte. Gelohnt hat sich die Muehe allerdings trotzdem, denn auf unsrem Weg trafen wir auf viele Affen, Giraffen, Wildschweine, Antilopen, Gazellen und einem kleinen seperaten See mit Nilpferden und vielen Famingos. Sah eigentlich ziemlich kitschig aus, dieser rosa See ;) . Beim Crater Lake angekommen stellte Philipp dann fest, dass sein Rad nicht mehr fahrtuechtig war und einer der Mitarbeiter bot uns an sich darum zu kuemmern waehrend wir den See erkunden. Zunaechst liefen wir zum Camp und goennten uns eine kleine Mittagspause nach der wir dann aufbrachen, um den Crater Lake zu umrunden. Diesen hatte ich mir persoenlich dann doch etwas anders vorgestellt. Man hat gar nicht richtig gemerkt, dass man sich in einem Krater befindet und das Wasser des Sees war auch sehr trueb und erinnerte eher an einen Tuempel. Irgendwie hatte ich eher an einen kristallklaren Bergsee gedacht :D . Bei der Umrundung des Sees kam ich mir teilweise wie ein Urwald- Forscher vor, denn  wir mussten uns den Weg regelrecht durch das Unterholz schlagen und mussten aufpassen nicht im sumpfigen Boden zu versinken. Das war eigentlich ganz lustig und wir entdeckten sogar ein paar vereinzelte Flamingos, Wildschweine und ein Nilpferd. Eigentlich sollte es dort noch mehr Nilpferde geben, aber wahrscheinlich ist der Maerz dafuer nicht der richtige Zeitpunkt. Wir wanderten dann noch ein wenig hoeher, weiter weg vom See und hatten dort noch eine ueberraschende Begegnung mit zwei Wildschweinen. Diese hatten sich erschreckt und kamen urploetzlich aus dem Gebuesch geschossen. Gluecklicherweise liefen sie aber in eine andere Richtung, denn ich moechte weder niedergetrampelt werden, noch Bekanntschaft mit ihren grossen Zaehnen machen. Auf dem Rueckweg zum Camp stiessen wir dann noch auf etwas anderes ungewoehnliches. Unser Fund wurde uns bereits durch viele Fliegen und Gestank prophezeit und ich hatte bereits mit einem toten Tier gerechnet. Das es sich dabei dann aber um eine Giraffe handelte kam dann doch ueberraschend. Nach dem Anblick des Kopfes wollte ich die Grabstaette jedoch so schnell wie moeglich verlassen und floh weg von den vielen Fliegen und dem Gestank in richtung Camp. Simon machte das Ganze sehr viel weniger aus und liess sich Zeit noch ein paar Fotos zu machen, also wer Interesse an Bildern von einer toten Giraffe hat kann sich bei mir melden ;) .  Zurueck beim Camp ruhten wir uns dann noch ein wenig aus und machten uns danach auf den Weg zu unseren Raedern. Zu meiner Freude war es dem Mitarbeiter nicht gelungen Philipps Rad zu reparieren und so hatten wir das Glueck auf einem Landrover mitgenommen zu werden, was wieder grossen Spass gemacht hat. Ich war so kaputt, dass ich die Rueckfahrt wahrscheinlich nur knapp ueberstanden haette ;) . Zurueck beim YMCA goennten wir uns dann Chapati mit Bohnen zum Abendessen, spielten noch ein wenig Karten und gingen dann zu Bett. Nun habe ich wahrscheinlich um die 10 Mueckenstiche, aber gluecklicherweise leben dort keine Malaria- Uebertraeger und mir geht es, eine Woche spaeter, auch noch gut :) . Am Sonntag bin ich dann allein nach Tania aufgebrochen, da Simon noch einen Tag laenger mit seinen Freunden verbringen wollte. Die Rueckfahrt verlief relativ unspektakulaer und dauerte ziemlich lang. letztendlich kam ich aber gesund und munter abends in Tania an und freute mich auf mein Bett und eine warme Dusche :) .


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Magadi

Und schon geht es weiter…

Vom 11. bis zum 12. Maerz 2012 haben Simon und ich dem wohl heissesten Ort kenias einen Besuch abgestattet – Magadi. Magadi ist ca. 80 km von Kiserian entfernt und liegt direkt im Gebiet der Maasai. Ich fand Magadi sehr interessant und ich musste waehrend meines Besuches dort staendig an die Filme “Die Insel” und die “Truman Show” denken. Das liegt wahrscheinlich daran, dass man  Magadi fast als eine andere, abgeschiedene Welt bezeichnen kann. Es ist eine Fabrikstadt der grossen kenianischen Firma TATA, die den riesigen Salzsee vor Ort nutzen um Mineralien zu gewinnen. Das salz wird zum Beispiel genutzt um die Haltbarkeit von Fleisch zu verlaengern und es wird auch fuer die Herstellung von Soda verwendet, weswegen man vor Ort auch sehr viel davon kaufen kann und auf viel Werbung der in Kenia sowieso weit verbreiteten Coca Cola Company stoesst. Alle Einwohner arbeiten in irgendeiner Form fuer TATA. Meines Wissens sollen es ca. 1000 Ein wohner sein, wovon allein 600 bei TATA angestellt sind. Die restlichen 400 sind wohl ueberwiegend Frauen und Kinder. Was fuer uns zudem sehr ueberraschend war, waren die strengen Vorschriften vor Ort an die sich jeder zu halten hat. Zudem scheinen die Arbeiter dort wirklich gut zu verdienen und alle nehmen ihren Job sehr ernst und halten sich strikt an die Vorschriften, was fuer Kenia eher unueblich ist. Zumindest habe ich es hier in dieser Form die letzten 6 Monate noch nicht erlebt.  Wir hatten zum Beispiel aufgrund der Vorschriften Probleme eine Unterkunft zu finden. Es gibt dort zwar ein Guest House, allerdings ist dieses eher fuer Soldaten und Gastarbeiter gedacht. In Magadi ist es unueblich das Besucher ueber Nacht bleiben, jetzt haben wir auch verstanden, warum Magadi im Reisefuehrer nur als Tagestrip empfohlen wird. Hinzu kam noch, das “Paerchen” im guest House ebenfalls unerwuenscht sind. Obwohl wir ihnen erklaerten, dass wir Freiwillige sind, durften wir letztendlich nur dort uebernachten, weil ein fast schon zu freundlicher Polizist (Thomas) die Verantwortung fuer uns uebernahm und wir in zwei seperaten Schlafsaelen genaechtigt haben, die zusaetzlich durch einen weiteren Raum getrennt waren ;) . Das alles mitzubekommen war sehr beeindruckend und hat mich sehr ueberrascht. Zum Beispiel gibt es auch nur eine private Strasse die nach Magadi fuehrt die ebenfalls TATA gehoert und alle Einreisenden werden gut kontrolliert.

Am Samstag sind wir dann zunaechst ein bisschen am Salzsee entlang gewandert und haben uns einen ersten Eindruck verschafft. Der See ist wirklich unglaublich gross und man fuehlt sich ein bisschen wie am Meer, da der See teilweise hellblau schimmert und die Landschaft an eine steinige Wueste erinnert. Es war auch wirklich sehr heiss dort, waehrend unseres Aufenthalts wohl zwischen 37 und 40 Grad. Die Hoechsttemperaturen liegen bei ca. 48 Grad. Nach der ersten kleinen Wanderung machten wir uns dann auf die Hostel- Suche, die ich ja bereits geschildert habe. Danach liefen wir zur grossen Fabrik und ruhten uns im Schatten ein wenig aus, bis wir auf einen Maasai trafen, der uns freundlicherweise ueber den trockenens  Salzsee zu ein paar Flamingos fuehrte, die sich dort von Tilapia- Fischen ernaehren und immer zwischen dem Lake Nakuru und dem Lake Magadi hin und her fliegen. Leider waren die Flamingos so weit entfernt, dass mir keine guten Fotos gelungen sind, aber die Bilder sind in meinem Kopf gespeichert und vielleicht fahre ich auch noch irgendwann zum Lake Nakuru.  Den Rueckweg zum Guest House wuerde ich persoenlich als Quaelerei bezeichnen, denn die Hitze machte mir schwer zu schaffen. Ich hatte fuer meine Verhaeltnisse zwar viel getrunken, allerdings keine Kopfbedeckung, die ich jedem besucher magadis waermsten empfehlen wuerde. Wahrscheinlich hatte ich einen kleinen Sonnenstich, auf jeden Fall wwar ich heil froh als wir endlich im Guest House waren und ich mich im Schlafsaal mit Ventilator ausruhen konnte. nach ca. 2 Stunden brachen wir dann wieder auf um uns im einzigen Supermarkt einen grossen Wasservorrat zuzulegen und in einer von zwei Kantinen zu Abend zu essen, was auch echt lecker war. Danach sprang ich dann im Guest House unter die nicht wirklich funktionierende Dusche und versuchte trotz Hitze ein wenig zu schlafen, denn am naechsten Morgen hatten wir uns bereits um 6 Uhr mit dem Maasai verabredet, der mit uns 7 km zu heissen Quellen wandern wollte. Letztendlich stellten wir dann am naechsten Morgen, zu meiner grossen Erleichterung,  fest, dass man kenianische 7 km anscheinend nicht mit deutschen 7 km vergleichen kann. Wir brauchten nur ca. 1 Stunde. So frueh morgens waren die Temperaturen auch noch recht angenehm, wobei die Maasai wirklich sehr schnell gehen und ich fast rennen musste um Schritt halten zu koennen. Simon hat da sehr viel besser durchgehalten, allerdings ist er ja auch die Alpen gewohnt ;) . Der Weg an sich war auch wirklich sehr schoen und es ist ein tolles Gefuehl ueber einen ausgetrockneten Salzsee zu laufen. Ich wueder mal behaupten jetzt war ich das erste Mal in meinem Leben in einer Wueste, denn dort gibt es kaum Vegetation – nur Sand, Kakteen, Steine und vollkommen ausgetrockneten Boden mit vielen Salzkristallen. Was ich sonst noch ganz lustig fand war, dass es mitten auf dem Salzsee einen Fussballplatz gab, dieser passte eigentlich nicht wirklich dorthin. Ansonsten traf das Sprichwort “Der Weg ist das Ziel” wohl auch auf diesen Ausflug zu, denn die heissen Quellen fand ich eher enttaeuschend. Man sah einen kleinen Tuempel aus dem kleine Blasen aufstiegen, aber wirklich spektakulaer waren sie jetzt nicht und auch nicht besonders heiss. Fuer die “richtigen” heissen Quellen und Geysire haetten wir dann wohl doch noch 30 km weiterfahren muessen, wie uns zuvor erzaehlt worden war. Allerdings ist es nicht so einfach aus Magadi herauszukommen, denn es gibt dort nur den Shuttle Bus von Magadi ueber Kiserian nach Nairobi und keine Matatus. Gelohnt hat es sich aber allein landschaftlich auf jeden Fall und wir sind dann auch noch ein bisschen weiter gewandert und auf ein paar Malibus/Marabus (?) gestossen. Diese Voegel sind echt riesig und sehen ein wenig gruselig aus mit ihren kahlen Haelsen und langen, spitzen Schnaebeln. Nach diesem Ausflug haben wir uns dann auf den Heimweg gemacht. Ich denke ich bin in den letzten 6 Monaten schon etwas geduldiger geworden, wenn ich mich erst nach 2 Stunden frage, wann denn der Shuttle Bus endlich gefuellt ist und wir losfahren koennen. Irgendwann sind wir dann aber doch noch aus Magadi herausgekommen ;)  und ich habe fast die ganze Rueckfahrt viel Schlaf nachgeholt. Unterbrochen wurde die Fahrt nur einmal durch einen platten Reifen – von Profil kann man da wirklich nicht mehr sprechen – und angesichts des Laermes war es ebenfalls ueberraschend das das Getriebe durchgehalten hat. Als Fahrer braucht man hier definitiv die Ausbildung eines Ralley oder Motor Cross Fahrers ;) . Last but not least  sind wir aber dennoch heil, erschoepft und verschwitzt in Tania angekommen.

Zusammenfassend fand ich den Ausflug sehr gelungen und es hat sich definitiv gelohnt. Also ignoriert bitte den Reisefuehrer, welcher Magadi als stinkende Stadt voller Alkoholleichen beschreibt ;) .


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“Nanteya has eaten the rubber!” (Nanteya hat das Radiergummi gegessen)

Was meine Arbeit im Projekt angeht, hat sich eigentlich in den letzten Wochen nicht viel verändert. Ich gehe immer noch gern in „meine“ Special Class, vor allem da es nun seit ein paar Tagen erstmalig eine seperate 1. Klasse gibt, denn wir haben eine neue Lehrerin, die die Kleinen nun die ganze Schulzeit betreut. Für mich bedeutet das, dass die Special Class von 16 Schülern auf 12 Schüler geschrumpft ist. Eine kleine Arbeitserleichterung, denn nun habe ich etwas mehr Zeit für die Specials und die ganz Kleinen, wobei der Unterschied jetzt auch nicht so beachtlich ist. Meiner Meinung nach ist es aber für die Erstklässler eine wirklich gute Lösung, denn nun kann Lehrerin Mary speziell auf ihre Bedürfnisse eingehen und sie lernen sicherlich viel mehr. Besonders begeistert waren die Kinder jedoch nicht, die ersten Tage flossen viele Tränen und Casper musste Mary noch ein wenig unterstützen, sodass ich die Specials für einige Zeit wieder alleine hatte. Mittlerweile läuft es jedoch recht gut und wir bekommen immer noch oft Besuch aus der 1. Klasse, schließlich hat Teacher Ann immer ganz viele Buntstifte und Spielkarten ;) . Was sonst noch ganz süß ist, ist wie ich mittlerweile von ihnen begrüßt werde. Vor allem nach der Mittagspause kommt immer eine Horde Kinder auf mich zugelaufen, di e dann Händchenhaltend mit mir in die Klasse gehen oder auf den Arm genommen werden wollen. Ich werde jedoch das Gefühl nicht los, dass sie das nicht nur tun weil sie sich auf mich freuen, sondern weil sie sich auch Süßigkeiten erhoffen ;) . Ansonsten sind mir mal wieder so gut wie alle Materialien ausgegangen, denn die Sätze „Nanteya has eaten the rubber!“ oder „Briaton and Adonai have broken the pencils!“ fallen hier fast täglich. Außerdem werden immer noch Materialien ausgeliehen, diealleine leider nicht den Weg zurück finden ;) . Oft frustriert mich das ein wenig, aber ich versuche es dennoch mit Humor zu nehmen. Vor allem als ich letztens das angebissene Radiergummi in der Hand hielt und Nanteyas stolzes Gesicht bewunderte konnte ich mich kaum halten vor Lachen. Diese Kombination war einfach göttlich. Grundsätzlich ist es in dieser Klasse auch besser ruhig zu bleiben und vieles mit Humor zu nehmen. Das ist viel besser für die Nerven und man hat auch gleich viel mehr Spaß. Bei Adonai funktioniert das zum Beispiel auch sehr gut. Der taubstumme Kleine, der nach großen Anfangsschwierigkeiten mittlerweile zu meinen „Lieblingen“ gehört kann nämlich extrem stur sein, wenn er seinen Willen nicht durchsetzen kann. Zudem ist die Verständigung mit ihm eine Herausforderung, da er die Gebärdensprache kaum anwendet und sie auch nicht besonders gut versteht. Als er sich vor ein paar Tagen heulend weigerte, eine Aufgabe zu bearbeiten und lieber etwas ausmalen wollte, habe ich einfach angefangen Grimassen zu schneiden und ihn zu imitieren. Da hatten nicht nur die restlichen Kinder viel Spaß, sondern auch Adonai. Meine Grimassen haben ihn anscheinend von seiner Wut und Frustration abgelenkt und ihn letztendlich auch zum Lachen gebracht. Nach ca. 5 Minuten hat er dann die von mir verlangte Aufgabe selbstständig und erfolgreich bearbeitet und danach etwas zum Ausmalen bekommen.Das war auf jeden Fall ein schönes Erfolgserlebniss. Des Weiteren möchte ich jetzt versuchen ein wenig Akrobatik mit ihnen zu machen, denn am 5. April ist wieder ein Talents Day und es wäre wirklich schön wenn diesmal auch ein paar „meiner“ Kids etwas vorführen könnten. Ich bin gespannt ob es mir gelingt ihnen ein paar Dinge beizubringen, vor allem da ich jetzt auf die Kinder der 1. Klasse verzichten muss und ich leider keine Matten habe und eigentlich nicht die Matratzen der Kids zweckentfremden möchte. Für ein paar Purzelbäume, eine kleine Pyramide, den „Flieger“, das Stehen auf den Schultern und auf den Oberschenkeln sollte es aber reichen. Vielleicht schaffen wir es auch noch ein paar Rasseln bzw. Regenmacher aus leeren Toilettenrollen zu basteln. Allerdings bin ich noch etwas unschlüssig was die „Füllung“ betrifft. In Deutschland hatten wir im Kindergarten immer Reis verwendet, aber hier sollte ich vielleicht auf die Verwendung von Lebensmitteln zum Basteln und Spielen verzichten und mir Alternativen überlegen. Ich werde es auf jeden Fall mal mit Erde,kleinen Steinen und Holzstückchen ausprobieren. Das klingt vielleicht nicht ganz so gut, aber besser als nichts. Viel mehr zu berichten gibt es sonst eigentlich nicht. Über das Wochenende hatte ich wieder ein paar Examen korrigiert, was manchmal gar nicht so einfach ist. Viele Fragen beziehen sich hier nämlich auf die Bibel oder Kenia. Die Kinder höherer Klassen helfen mir aber immer sehr gerne und so habe ich schon viel lernen können. Vor allem über die Kiswahili Examen freue ich mich immer sehr und mittlerweile kann ich den Kindern bei der Bearbeitung dieser auch schon gut helfen. Nun ja, dieses Wochenende geht es wahrscheinlich für einen Kurztrip mit Simon nach Magadi. Ich werde euch dann von meinen Erlebnissen berichten.


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Wochenendausflug: Thika, 14 Falls und White Waters

Vom 10. bis zum 12. Februar haben Simon und ich endlich wieder einen Ausflug gemacht. Am Freitag sind wir nach der Arbeit nach Thika aufgebrochen ( ca. 1 Stunde von Nairobi entfernt), da man dort in der Naehe die 14 Falls (Wasserfaelle) bestaunen kann und es auch die Moeglichkeit zum Bungee Jumping gibt. In Thika angekommen mussten wir uns zunaechst eine preiswerte Unterkunft suchen. Fuendig wurden wir dann in einer, von Simon liebenswert als “Bumshotel” bezeichneter, Herberge ;) . Aber fuer 2,50 Euro die Nacht kann man definitiv nicht meckern und wir brauchten ja nur ein einigermassen passables Bett. Nach einer eher durchwachsenen Nacht ging es dann frueh morgens zu den 14 Falls. Diese Wasserfaelle sind wirklich atemberaubend und definitiv einen Besuch wert. Da wir schon morgens um 8 uhr dort angekommen waren hatten wir zudem das Glueck die Einzigen zu sein und trafen auf einen netten Guide, der uns den Weg ueber den wasserfaellen zum anderen Ufer zeigte. Ohne ihn waeren wir sicherlich nicht so trocken geblieben, denn wir mussten aufgrund der rutschigen Felsen sehr vorsichtig sein und uns wurde genau gezeigt wo wir hintreten konnten. Das war auf jeden Fall schon einmal eine abenteuerliche Wanderung. Ausserdem kamen wir so in den genuss eines ganz besonderen Highlights, denn vom Guide erfuhren wir, dass es die Moeglichkeit gab von einem der Felsen hinunter zu springen. Ich war vielleicht froh meinen Bikini eingepackt zu haben ! der Guide zeigte uns wo wir genau hinspringen mussten und mit viel Bauchkribbeln ging es dann gleich zweimal hinunter. Es war wirklich toll und dieses Erlebnis werde ich bestimmt nicht so schnell vergessen. Wer hat schon nicht einmal von sowas getraeumt??? Danach sind wir noch auf eine kleine Insel am Fusse der Wasserfaelle gegangen, diese war leider vollkommen zugemuellt, aber der Anblick der Wasserfaelle entschaedigt einiges ;) . Bestaerkt von der 14 Falls Erfahrung machten wir uns dann auf den Weg zu White Waters um uns freiwillig 60 Meter in die Tiefe zu stuerzen. Dort angekommen wurden wir erstmal ueberrascht, denn die Anlage war sehr europaeisch….vielleicht ein bisschen zu europaeisch was die Preise betrifft ;) . Leider erfuhren wir dort auch das ein Bungee Sprung erst ab 4 Teilnehmern moeglich ist und wir waren nur zu dritt. Pech gehabt, aber das wird auf jeden Fall nachgeholt. Als Entschaedigung ging Simon mit ein paar Kindern angeln und war sogar erfolgreich, sodass wir abend selbst gefangenen Fisch verspeisen konnten. Ich machte in dieser Zeit mit Enkhee, einem Besucher aus der Mongolei der auch am Sprung interessiert war, eine kleine Wanderung zu einem anderen Wasserfall. Fuer den naechsten Tag hatten wir uns zudem zum rafting verabredet. Das hatte ich das letzte Mal mit 10 (???) Jahren gemacht und es war wieder ein tolles Erlebniss inklusive erneutem Sprung von einem kleinen Felsen direkt in eine Stromschnelle hinein und gewolltem Kentern des Bootes :) . In Deutschland sollte ich mir definitiv auch ab und zu ein aufregendes Hobby goennen! Spaeter ging es dann wieder Richtung Heimat und wir hatten das grosse Glueck eine Mitfahrgelegenheit nach Nairobi zu ergattern. Beim Reisen trifft man wirklich immer wieder auf sehr nette und hilfsbereite Menschen!


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